Sorge um Momo, gebissen worden!

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Sorge um Momo! Vielleicht haben es einige von Euch schon bei Twitter mitbekommen, das wir gut eine Woche um die Gesundheit (das Leben) unserer Hündin Momo bangten. Das war eine schwere Zeit und mich hat das ganz schön mitgenommen. Deshalb möchte ich heute darüber schreiben um es besser verarbeiten zu können.

Aber ich fange von vorne an.

An diesem Tag waren wir alle nicht so fit. Lust auf kochen hatten wir auch nicht und so entschlossen wir uns essen zu gehen. Mausi wollte natürlich das Restaurant mit dem großen M, aber das wollte Herr G nicht. Es gab ein bisschen gemeckere und Herr G meinte das wir gerne alleine dorthin gehen könnten, er möchte nicht, er will jetzt mit dem Hund raus. Ok dachte ich mir, soll er doch. Ein bisschen sauer war ich schon, aber war ja nichts dramatisches, ich vergaß meine Wut ganz schnell wieder.

Als Herr G weg war, überlegten Mausi und ich ob wir nicht vielleicht doch woanders hingehen. Näher hier am Ort. Wir waren am Suchen als Herr G anrief: “Nicole kommt schnell her, Momo wurde von einem anderen Hund gebissen!” Mir blieb fast das Herz stehen. Ich sah meinen Hund halb zerrissen da liegen. Durchatmen! Ich erklärte Mausi schnell alles, packte sie ins Auto und wir fuhren los. Zum Glück ist Mausi schon oft mit Herrn G diesen Weg gelaufen und so konnte sie mir super zeigen wo sie sind.

Wie geht es Momo?

Als wir ankamen klopfte mein Herz wie wild. Herr G kam uns mit Momo auf dem Arm schon entgegen. Daneben ein fremder Mann mit einem riesigen Hund. Ach je…dieses Kalb hat Momo gebissen. Ich sah keine Leine an dem Hund und meinte, etwas unfreundlich vielleicht zu dem Mann, er solle bloß seinen Hund festhalten. Ich schaute schnell nach Momo, konnte aber keine große Verletzung feststellen. Das hielt mich aber nicht davon ab sofort mit ihr in die Tierklinik zu fahren, was sich dann auch als absolut richtig herausstellte.

Was war eigentlich passiert?

Der Besitzer des anderen Hundes war, wie sich dann herausstellte wirklich sehr nett. Zusammen mit seiner Frau begleiteten sie uns in die Klinik. Wir fuhren mit zwei Autos und so hatte ich im Auto endlich die Möglichkeit herauszufinden was genau überhaupt passiert war: Herr G lief den Weg denn er sehr oft mit Momo läuft. Am Waldrand steht eine Bank. Dort setzte er sich um ein Päusschen zu machen. Plötzlich kam der andere Hund um die Ecke, lief schnurstracks zu Momo. Erst schnupperte er ihr am Po. Momo drehte sich etwas weg, dann ging es ganz schnell. Der andere Hund öffnete den Mund, packte Momo am Rücken und nahm sie einfach mit. Herr G konnte gar nicht so schnell reagieren. Momos Geschirr flog ab und der Hund lief mit Momo im Maul davon. Da erschien der Besitzer des anderen Hundes und stoppte ihn. Klopfte ihm auf den Kopf und endlich ließ er los. Herr G lief hin und nahm Momo sofort hoch. Momo zitterte am ganzen Körper. Herr G meinte er hätte so eine Angst um sie gehabt. Sie schrie als der Hund sie mitnahm und er konnte so schnell nichts machen. Man sah Herrn G an das er auch sehr geschockt war.

Untersuchung in der Tierklinik

In der Klinik wurde Momo sofort intensiv untersucht. Von außen sah man, bis auf kleinere Bissverletzungen wirklich nichts, aber die Ärztin veranlasste sofort ein Röntgenbild und Ultraschall. Als sie vom Röntgen wieder kam erfuhren wir dann was Momo nun wirklich hat. Zwar hatte sie keine Brüche und auch der Ultraschall der Organe war unauffällig, aber der andere Hund hat sie so blöde am Rücken erwischt, dass er wohl mit einem Zahn zwischen den Wirbel geraten ist und dort das Rückenmark verletzt hat. Es trat Rückenmarksflüssigkeit aus. Schock, was hieß das nun?

Bangen die ganze Nacht

Momo musste in der Klinik bleiben. Die Tierärztin erklärte uns, dass mit dieser Verletzung nicht zu spaßen ist und Momo sofort an den Tropf muss. Antibiotikum und gegen ihre starken Schmerzen noch Schmerzmittel. Sie muss unbedingt mindestens diese Nacht unter Beobachtung bleiben. Problem ist nämlich, wenn sich eine Entzündung entwickelt und das ins Rückenmark geht, dann sind schwere Lähmungen, bis hin zum Tode alles möglich. Mir standen sofort die Tränen in den Augen. Ich hatte solche Angst um unseren Hund. Wir knuddelten Momo nochmal und fuhren heim.

Endlich eine kleine Entwarnung

In dieser Nacht schlief ich so gut wie gar nicht. Ich musste immer an Momo denken. Als dann gegen 9 Uhr morgens das Telefon klingelte und die Klinik meinte das es Momo den Umständen entsprechend gut ginge und sie, wenn nichts mehr ist, später abgeholt werden könnte, war ich wirklich erleichtert und schaffte es nochmal ein bisschen einzuschlafen. Ca. zwölf Uhr erhielten wir einen erneuten Anruf das Momo wirklich heim darf. Gegen 17 Uhr holten wir sie ab. Ich fragte natürlich gleich ob Momo über den Berg sei, aber das war sie nicht. Erst wenn innerhalb einer Woche nichts mehr kommt, dann hat sie es überstanden. Sie war sehr schwach als wir sie holten und wollte nur schlafen. Fressen und trinken nahm sie gar nicht an. Ich gab ihr dann mit einer kleinen Spritze Wasser in den Mund.  Laufen wollte sie auch nicht so richtig, also trugen wir sie für ihr Geschäft in den Garten. Man merke das sie noch große Schmerzen hat. Wir hatten für eine Woche die Medikamente mitbekommen, die ich ihr mehrmals am Tag geben musste. Die erste Nachuntersuchung bei unserer Tierärztin hier war gut. Sie fand keine Lähmungen oder ähnliches und auch die Wunde heilt gut. Aber noch immer war bangen angesagt. Das war echt eine harte Woche sage ich Euch.

Alles wieder gut

Die Woche war rum und langsam erkannte man auch wieder mehr Leben in Momo. Sie lief wieder öfters, alleine in den Garten wollte sie aber noch nicht. Ich denke das war noch der Schock. Wieder stand eine Untersuchung bei unser Ärztin an und diesmal gab sie endlich die erhoffte Entwarnung. Alles sieht super aus, die Wunde zeigt keine Spuren mehr von Rückenmarksflüssigkeit und auch die Schwellungen sind zurückgegangen. Das Pflaster brauchte sie auch nicht mehr. Uns fiel echt ein Stein vom Herzen. Ohne das Pflaster fühlte Momo sich auch sichtlich wohler. Es juckte sie die ganze Zeit sehr. Zusätzlich juckte natürlich auch das abrasierte Fell, dass nun langsam wieder nachwachsen muss. Es musste ein gutes Stück weggemacht werden, damit man sie gut behandeln konnte. Aber das sind nur optische Zeichen, alles andere ist wieder sehr gut verheilt. Ein bisschen Grind ist noch da, aber Momo ist wieder die alte. Wir sind so froh!

Die Ärzte meinten übrigens das sie nicht glauben das der andere Hund Momo ernstlich angreifen wollte, sondern das es eher ein Spiel für ihn war. Denn hätte ein so großer Hund wirklich vorgehabt Momo anzugreifen, dann würde sie wahrscheinlich nicht mehr leben. Ok, also hatte Momo doppeltes Glück, aber das alles hätte verhindert werden können, wenn der andere Hund angeleint gewesen wäre. Ich bin nicht generell dafür das Hunde an die Leine müssen, aber ich finde, wenn man den Hund schon ohne Leine laufen lässt, dann muss er absolut gut erzogen sein, er muss immer abrufbar sein und als Besitzer muss ich ihn immer im Blick haben. All das war hier nicht der Fall so wie es scheint. Momo ist immer angeleint, weil wir wissen das sie kleinere Tiere gerne spielerisch jagt und außerdem springt sie andere Menschen gerne vor Freude an und es gibt ja auch Menschen die das nicht möchten. Von daher Leinenpflicht für Momo.

Ich bin übrigens heilfroh das Mausi an dem Tag nicht bei dem Spaziergang mit Momo dabei war. Sie geht fast immer mit Herrn G zusammen diesen Weg. Zum Glück dieses mal nicht. Sie möchte diesen Weg auch nicht mehr gehen. Das kann ich verstehen. Es war auch so schon ein Schreck für sie, genau wie für uns alle auch.

Habt Ihr auch Hunde oder Katzen und ist Euren Tieren
auch schon mal ähnliches passiert? Oder hatten sie einen Unfall?
Wie steht steht Ihr zum Thema Hund und Leine?

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